Veranstaltungen
Kollegienkirche
2026
MAIANDACHTEN
Frauenpredigten in Salzburgs Notre Dame
Maiandachten in der Kollegienkirche - jeden Mittwoch im Mai 19:00
Eine alte Tradition in der Kollegienkirche wiederbelebt. In meditativer Atmosphäre, umrahmt von klassischer Musik bis Volksmusik predigen Frauen in Salzburgs größter Marienkirche über Maria, die Kirchenpatronin.
Die Wurzeln der Maiandachten gehen auf einen marianischen Brauch zurück, der von Passionsfrömmigkeit, Kreuzverehrung und Bitten um eine gute Witterung bestimmt ist. Quellen dieser Zeit sprechen davon, zum Maibeginn einen "geistlichen Mai zu setzen", das heißt konkret spirituelle Schwerpunkte in den Mittelpunkt zu stellen. Maiandachten zur Marienverehrung entwickelten sich als barocke Volksfrömmigkeit vor rund 400 Jahren. Doch erst im 19. Jahrhundert haben sie sich von Italien aus in den Pfarren ausgebreitet.
MI 06. Mai, 19.00 Uhr
Prof.in Dr.in Andrea Riedl
Universität Regensburg
Musikalische Gestaltung: BarockPur!
MI 13. Mai, 19.00 Uhr
Prof.in Elisabeth Gutjahr
Vorsitzende Landeskulturbeirat Salzburg
Musikalische Gestaltung: Männerchor Kuchl Leitung Martin Fabian
MI 20. Mai, 19.00 Uhr
Mag.a Lucia Greiner
Seelsorgeamtsleiterin Erzdiözese Salzburg
Musikalische Gestaltung: THE KOKIS
MI 27. Mai, 19.00 Uhr
Karin Zauner
Chefredakteurin Salzburger Nachrichten
Musikalische Gestaltung: Mozarteum kammerChor Leitung: Christiane Büttig
Politisches Nachtgebet
„Und sie hatten alles gemeinsam“ – Gemeingut statt Profit.
Zur Notwendigkeit der Vergesellschaftung wichtiger Güter der Daseinsvorsorge
FREITAG, 08. Mai 2026 18:00 Kollegienkirche Salzburg
Wohnen, Bildung, Gesundheit, Pflege, Energie, Wasser und Mobilität gehören zu den Grundlagen eines würdigen Lebens. Doch immer mehr dieser zentralen Güter der Daseinsvorsorge werden heute nach Marktlogiken organisiert – mit gravierenden sozialen Folgen: steigende Mieten, überlastete Pflegekräfte, ökonomisierter Krankenhausbetrieb, Energiearmut und der Ausschluss vieler Menschen von lebensnotwendigen Leistungen. Was eigentlich dem Gemeinwohl dienen soll, wird zur Quelle privater Profite.
Die biblische Vision aus der Apostelgeschichte setzt dem eine andere Ordnung entgegen: „Alle Gläubigen waren beisammen und hatten alles gemeinsam.“ (Apg 2,44). Dieser Satz verweist auf eine solidarische Praxis, in der gesellschaftlicher Reichtum nach Bedürfnissen geteilt wird. Er steht quer zu einer Wirtschaftsweise, die Grundbedürfnisse zur Ware macht, und fordert dazu heraus, Eigentum, Verantwortung und Gerechtigkeit neu zu denken.
Aus sozialpolitischer Perspektive ist klar: Märkte sind ungeeignet, um zentrale Lebensgüter gerecht, verlässlich und krisenfest bereitzustellen. Internationale Studien zeigen, dass Privatisierung und Profitorientierung in der Daseinsvorsorge häufig zu höheren Kosten, schlechterer Qualität und wachsender Ungleichheit führen. Demgegenüber gewinnen Modelle der Vergesellschaftung, Rekommunalisierung und demokratischen Kontrolle weltweit an Bedeutung – als Antwort auf soziale Spaltung, Klimakrise und den Abbau öffentlicher Infrastruktur.
Vergesellschaftung meint dabei nicht bloß staatliche Verwaltung, sondern kollektive Verantwortung: die Orientierung an Bedürfnissen statt Renditen, an Versorgungssicherheit statt Marktanteilen, an Menschenwürde statt Effizienzkennzahlen. Sie knüpft an christliche Sozialethik an, die Gemeinwohl, Solidarität und die Option für die Benachteiligten ins Zentrum stellt.
Die Veranstaltung bringt biblische Impulse mit aktuellen sozialpolitischen Debatten zusammen. Sie fragt danach, wie lebenswichtige Güter dem Zugriff von Profitinteressen entzogen und als Gemeingut organisiert werden können – konkret, demokratisch und im Sinne einer gerechten Gesellschaft. (Quelle: zamm)
Eine Veranstaltung in Kooperation von Katholische Hochschulgemeinde, Zamm & Evangelisch-methodistische Kirche

Dich nennt dein Name
Das Gedenktuch
Über 100 Personen haben für die Kinder, die in Israel und in Gaza getötet wurden, ein 24-teiliges Gedenktuch mit der Hand gestickt und genäht. Die Mitwirkenden leben in allen österreichischen Bundesländern, in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Irland, Rumänien und in der Schweiz.
77 Frauen und vier Männer stickten und nähten das Tuch, die anderen unterstützten die Herstellung auf unterschiedliche Weise. Jede_R stickte für sich, verbunden sind wir durch unsere Trauer um die Menschen, die in Israel und Gaza gewaltsam ihr Leben verloren.
Die jüngste Stickerin ist 26 Jahre alt, die älteste 92. Ärztinnen und Ärzte, Buchhalterinnen, Hausfrauen, Historikerinne, Lehrende, Logopädinnen, Pensionistinnen, Psychotherapeutinnen Restauratorinnen, Schriftstellerinnen, Soziologinnen, Studierende Textilkünstlerinnen und Volkswirtschaftler haben das Gedenktuch gemeinsam erarbeitet. In dem Tuch stecken etwa 3.500 freiwillige Arbeitsstunden. Dank des Engagements so vieler Personen wurde das 36 Quadratmeter große Tuch im Jahr 2025 in acht Monaten hergestellt.
877 Namen
Als unser Projekt Gestalt annahm, waren die Namen jener Menschen veröffentlicht, die zwischen 7. Oktober 2023 und Ende März 2025 in Israel und in Gaza getötet worden waren. Aus diesen Veröffentlichungen entnahmen wir die Namen für das Gedenktuch.
In Israel waren vierzig Kinder getötet worden, drei von ihnen vor ihrem ersten Geburtstag.
In Gaza waren über 17.000 Kinder getötet worden, 874 von ihnen vor ihrem ersten Geburtstag.
Wir wählten für das Gedenktuch die Altersgruppe der Kinder, die vor ihrem ersten Geburtstag getötet worden waren, weil man Menschen, die noch nicht sprechen können, nicht den Vorwurf machen kann, sie wären Sympathisanten einer extremistischen Gruppe. Gewidmet ist das Gedenktuch allen Kindern, die in Gaza und in Israel getötet wurden. Textquelle: youhaveaname.com
