Veranstaltungen
Kollegienkirche
2026
KADDISCH zur Reichsprogromnacht
Lesung & Musik
Montag, 09. November 2026 19:00
Installation Oskar Stocker & Luis Rivera
In der Nacht vom 9. auf den 10. November 2026 jährt sich zum 88. Mal jene grausame Nacht, in der die jüdische Bevölkerung im Deutschen Reich für rechtlos erklärt wurde. Mit der vom NS-Regime im ganzen Reich organisieren Zerstörung jüdischer Synagogen und Häuser sowie der Misshandlung unzähliger jüdischer Mitmenschen beginnen jene Gräueltaten, die schlussendlich zur Ermordung und Vernichtung der Juden in Europa geführt haben.
Das Kaddisch ist ein Gebet der Erinnerung, es hilft der Seele auf ihrem Weg zu Gott. Wir stehen nicht alleine in der Welt sondern sind Teil der ganzen Menschheit im Besonderen unserer Familien sowohl der Verstorbenen als auch der Zukünftigen. Im Christentum sprechen wir von der Gemeinschaft der Heiligen, die uns alle über den Tod hinaus verbindet. Für unsere jüdischen Mitbürger ist das Kaddisch eine Möglichkeit diese Verbindung lebendig werden zu lassen.

REQUIEM
Was bleibt, wenn das Sichtbare endet?
Mit Requiem präsentiert der Künstler Jacob Mattes einen monumentalen Bilderzyklus, der sich mit dem Unsichtbaren, der Vergänglichkeit und der emotionalen Kraft der Malerei auseinandersetzt.
Ausgehend von seiner künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Wind, der Bewegung und jenen Dingen, die sich nicht sehen, sondern nur spüren lassen, entstand ein Zyklus aus acht großformatigen Gemälden. Auf einer Gesamtlänge von nahezu 13 Metern entfaltet sich eine abstrakte Bildwelt zwischen Bewegung und Stille, Licht und Dunkelheit, Entstehung und Vergänglichkeit.
Die barocke Kollegienkirche in Salzburg wird dabei selbst zum Teil des Kunstwerks. Ihre Architektur, ihre Akustik und ihre besondere Atmosphäre treten in einen Dialog mit der Malerei.
Den Höhepunkt bildet eine musikalische Inszenierung am 16. November um 19:00 Uhr. In einer eigens konzipierten räumlichen Anordnung begegnen sich Malerei, Musik und Architektur zu einem Gesamterlebnis, bei dem die Grenzen zwischen den einzelnen Kunstformen verschwimmen.
Requiem ist eine Einladung, nicht nur zu betrachten, sondern zu empfinden.
Ausstellung
14.–18. November 2026
Eröffnung 14, November 15:00 Uhr
Kollegienkirche, Salzburg
Musikalische Inszenierung
Weitere Infos über den Künstler und seine Werke unter: https://www.mattesjacob.com/
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Kollegienkirche Salzburg
PANIK-LICHT-EKSTASE
Kollegienkirche Salzburg, Samstag, 21. November 2026
„Panik-Licht-Ekstase“
Gemeinschaftsarbeiten von Herbert Brandl und Max Böhme
18 Uhr Präsentation der Ausstellung
Begrüßung: MMag. Christian Wallisch-Breitsching
72 Arbeiten auf handgeschöpftem Büttenpapier, 2025-2026, je ca. 50 x 38 cm, Die Ausstellung ist an diesem Wochenende, Samstag, 21., und auch amSonntag, 22. November, von10 bis 18 Uhr zu besichtigen.
Entsprechend dem Kirchenraum, der dominant und herausfordernd ist, wurde eine ganz besondere Präsentationsform ausgearbeitet: Die einzelnen Arbeiten, Mischtechniken auf dicken,unregelmäßigen Papieredie insgesamt 5 Paravents werden im Altarraum der Kirche platziert. Das Ziel dieser Kurz Ausstellung ist die Dokumentation in einer Publikation, die alle Präsentationen dieser Serie zusammenfassen wird. Es sind für diesen Katalogalso die Fotografien, die in der Kollegienkirche von Sandro Zanzinger aufgenommen werden, ein wichtiger Bestandteil.
Der gemeinsame Arbeitsprozess begann im Frühjahr 2023. Max Böhme schreibt dazu: Zuerst hat Herbert Brandl auf nackte Blätter weißes Gesso verschüttet, ich hab darauf irgendwi reagiert, noch viel mit Tusche, aber auch ein wenig mit Farbe, dann auch mit Pastell und Schnaps gearbeitet manchmal auch nur mit Fixierspray stehen gelassen. Herbert ist dann in einer zweiten Session mit 4 Graffiti-Spraydosen, Neon, darüber gegangen und hat anschließend Glimmerlack aus Pappbechern geschüttet. Ich hab noch eine Schicht weitergemalt, auch mit Öl. Fassoniert sozusagen.
Ich rief damals Herbert an und sagte: „Wir machen ein Buch über den Tod unserer Mütter“. Herberts Mutter starb vor gefühlten 25 Jahren. Herberts Mutter hatte den schönsten Garten der Welt und meine Mutter hat sich angezogen wie ein geschmückter Christbaum zu Ostern. Beide haben uns sowohl die Aufmerksamkeit für die Schönheit als auch die Weisheit beigebracht, dass es sich lohnt, jeden Tag die Welt schöner und besser zu machen.
Wir haben 27 Kilo Brüsseler Leinen in der Schöpfmühle der Mörzingers im Waldviertel geschreddert, eingesumpft und daraus Büttenbögen geschöpft. Papier aus Leinwand. Der Plan war Bozzeti zu machen. Kleine Entwürfe für mögliche große Malerei. Wir sind Maler und wollten ein Buch machen. Damals hieß das Buch: „Die Tod”.
DIE TOD (oft auf Bozettis nur DIE genannt.).
Auch in romanischen Sprachen ist der Tod weiblich: la mort, la morte, la muerte, .... Weiter in der Erzählung von Max Böhme:
Wir wollten auch einige große Bilder malen, zusammen oder gegeneinander, je nachdem, jedenfalls tanzend. Also habe ich ca. zwei Dutzend Leinwände für uns vorbereitet. ... Leider ist es dazu nicht mehr gekommen.
Mein Meister starb im Juli 2025...
(Text: Max Böhme mehr Infos unter: https://www.maxboehme.com/)
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Kollegienkirche